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Stromtarifrechner News: Smart-Meter - Noch lohnt sich der Umstieg nicht

31. Oktober 2011:

Dem intelligenten Stromnetz gehört zwar die Zukunft, aber leider noch nicht die Gegenwart. Die Verbraucher sollen mit der Nutzung der Smart-Meter ihren Stromverbrauch besser kontrollieren und anpassen können. Der Smart-Meter könnte eigentlich die kommende Energiewende einführen, allerdings klappt die Umstellung nach wie vor nicht zufriedenstellend. Immer noch werden viel zu wenig flexible Stromtarife angeboten, die aber zur sinnvollen Nutzung der Smart-Meter notwendig sind. Die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien mit Wind- und Wasserkraft unterliegt Produktionsschwankungen. Der Verbraucher soll mit dem Smart-Meter seinen Stromverbraucher der Verfügbarkeit des Stroms anpassen. Ist wenig Strom aus erneuerbaren Energien vorhanden, steigt der Strompreis. Genau dann sollen Verbraucher ihren Stromverbrauch anpassen. Ist wieder ausreichend Strom vorhanden, sinkt der Strompreis und der Verbraucher kann wiederum seinen Stromverbrauch anpassen. Allerdings fehlt es immer noch an zeitbasierten Stromtarifen. Die lastvariablen Tarife wurden noch gar nicht auf den Markt eingeführt. Eine weitere Hürde ist die Regelung, dass der Einbau von Smart-Metern nur für Neubauten und Renovierungen vorgeschrieben ist, wenn der Stromverbrauch jährlich mehr als 6000 Kilowattstunden beträgt. Das ist allerdings in normalen Haushalten kaum der Fall, so dass die meisten Verbraucher noch immer auf klassische Stromzähler setzen.

Die Einführung der Smart-Meter hinkt in Deutschland also noch ziemlich. Daraus ergibt sich allerdings ein weiteres Problem, denn die EU-Staaten sind mit der dritten EU-Energierichtlinie dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 bei den Smart-Metern eine Marktpenetration von 80% zu erreichen. Wie Deutschland das erreichen wird, ist noch unklar. Neben der Problematik der fehlenden Stromtarife und der mangelnden Ausstattung an Smart-Metern fehlt es zusätzlich auch noch an passenden Haushaltsgeräten. Denn um wirklich effektiv Strom sparen zu können, muss diese dritte Komponente in jedem Fall serfüllt werden. Die Vernetzung ist nur effektiv, wenn Haushaltsgeräte in Zukunft mit der entsprechenden Technik angepasst werden.

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