Hier finden Sie eine Nachricht zum Thema Stromtarife.
Stromtarifrechner News: EnBW erhöht Heiz-Strompreise drastisch
31. Juli 2011:
In diesen Tagen macht der Energieversorger EnBW mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Der Konzern erhöht die Heiz-Strompreise drastisch und verärgert mit diesem Vorgehen nicht nur seine Kunden. Bis jetzt wurden die Strompreise für Wärmepumpen und Elektroöfen subventioniert. Der Energiekonzern EnBW erhöht seine Tarife für Wärmestrom um bis zu 56 Prozent. Dieser Aufschlag trifft Besitzer von Stromheizungen und elektrischen Wärmepumpen. Die Begründung klingt wieder einmal irgendwie nach einer 08/15-Begründung und niemanden überrascht es, dass wieder einmal die EEG-Umlage herhalten muss. Außerdem seien die Beschaffungskosten für Strom enorm gestiegen, so lauten zumindest die Begründungen des Konzerns, auch wenn diese kaum jemand wirklich nachvollziehen kann. In einer Pressemitteilung teilte das Unternehmen mit, dass die bisherigen Preise für Heizstrom deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt gelegen haben.
Die niedrigen Preise nutzte der Energieversorger, um Kunden zu ködern. Die Strategie war recht simpel, in den Augen des Konzerns jedoch erfolgreich. Hatte der Kunde sich erst einmal zur vermeintlich günstigen Wärmepumpe überreden lassen, stand er in der Abhängigkeit des Stromlieferanten. Nun will das Unternehmen aber auch mit diesen Stromlieferungen endlich Gewinne erzielen und erhöht die Preise drastisch. Kein Einzelfall, aber im Fall von EnBW besonders deutlich. Für Nachtstrom zur Wärmeerzeugung verlangte die EnBW bislang nur 11,02 Cent je Kilowattstunde, das sind abzüglich von Mehrwertsteuer und Stromsteuer 7,21 Cent. Statt bisher 11,02 Cent in der Nacht und 15,12 Cent am Tag, werden bei der EnBW künftig rund um die Uhr 17,16 Cent fällig, das ist ein Aufschlag von 13 Prozent am Tag und 56 Prozent in der Nacht. Grundsätzlich wird die Preiserhöhung begrüßt, denn Elektroöfen sind nicht besonders umweltfreundlich. Allerdings trifft es wieder einmal in der Hauptsache die sozial Schwachen, denn diese nutzen in der Hauptsache die recht alte Methode der Elektroöfen. Wahrscheinlich ist diese erste Maßnahme nicht einmal das Ende der Preisspirale, denn selbst dieser angehobene Preis liegt immer noch unter dem für Haushaltsstrom.
+++
Nutzen Sie unseren Stromtarifrechner und errechnen Sie für Ihren Haushalt die günstigsten Stromtarife.
