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2012 - Stromwechsel kein Geld verschenken

02. Januar 2012:

Eigentlich gelten die Deutschen als Sparfüchse, sparen können und wollen sie an allen Ecken und Enden, doch gerade bei Strom- und Gastarifen sind die Deutschen Schlusslicht. Irgendwie kommt der Strom schon aus der Steckdose; flattert die jährliche Abrechnung ins Haus, regt man sich ein bisschen auf, aber das war es dann auch meistens. Auch der Chef der Bundesnetzagentur zuckt immer wieder ratlos mit den Schultern, 1998 wurde der Energiemarkt geöffnet, dennoch macht kaum jemand Gebrauch von der Vielzahl der Stromanbieter. Jährlich wechseln nur rund 5% aller Verbraucher ihren Stromanbieter, rund 50% aller deutschen Haushalte nutzen den Grundtarif ihres örtlichen Versorgers, 90% aller Deutschen verbleiben bei ihrem örtlichen Versorger und haben dort einen Tarif gebucht. Obwohl das Sparpotenzial enorm ist - Verbraucher können mehrere hundert Euro jährlich sparen - scheint die Bequemlichkeit immer noch zu siegen. So bleibt es ein einträgliches Geschäft für Gas- und Stromversorger, die sich kaum bemühen müssen, ihre Tarife attraktiver und vor allem preiswerter zu gestalten, denn sie können sich ihrer Kunden sicher sein. Nicht nur die Bequemlichkeit scheint den Kunden an einem Stromanbieterwechsel zu hindern, auch die Angst vor einer Unterbrechung der Stromversorgung ist immer noch vorhanden.

Dabei hat der Gesetzgeber den Kunden bestens abgesichert, denn eine Unterbrechung der Stromversorgung ist komplett ausgeschlossen. Der Grundversorger ist grundsätzlich immer verpflichtet, bei der Stromversorgung einzuspringen. Die Differenz zwischen dem gebuchten Tarif und dem teureren Tarif des Grundversorgers kann der Kunde als Schadensersatz geltend machen. Auch die Furcht vor versteckten Kosten ist ein häufiges Argument der Verbraucher.

Mit ein paar kleinen Tricks kann man auch diese Furcht umgehen, denn Verbraucherzentralen raten grundsätzlich von Tarifen mit Vorauskasse ab, außerdem sollte der Kunde Tarife mit kurzen Laufzeiten auswählen, um flexibel wechseln zu können. Festpreise sollen den Kunden locken, doch auch hier ist Vorsicht geboten. Nicht immer sind Festpreisgarantien auch gleichzeitig günstige Stromtarife, ein Strompreisvergleich schafft hier schnell Aufschluss. Dabei gilt der Festpreis außerdem nur für den reinen Strompreis. Erhöhungen, die vom Gesetz vorgeschrieben werden, wie zum Beispiel die Erhöhung der EEG-Umlage, werden dennoch an den Verbraucher weiter gegeben.

Die Kündigungsfrist sollte nach Möglichkeit nur 1 Monat betragen, so hat der Verbraucher flexibel die Möglichkeit, seinen Anbieter zu wechseln. Der Aufwand eines Stromanbieterwechsels ist gering. In der Regel übernimmt der neue Anbieter alle Formalitäten. Der Kunde muss lediglich das Formular ausfüllen und seinen Zählerstand ablesen, das war es dann auch schon.

Mit diesen Tipps und Informationen zum Thema Stromanbieterwechsel wünscht die Redaktion von stromtarifrechner.net unseren treuen Lesern und Besuchern alles Gute für das Jahr 2012!

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