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Sonnige Aussichten für Solaranlagen?
02. September 2010:
Solaranlagen werden seit Monaten als der Boom angepriesen. Sie schaffen Arbeitsplätze, schonen die Umwelt und werden mit staatlichen Mitteln gefördert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz führte dazu, dass zahlreiche Hausbesitzer Solaranlagen montieren ließen. Auch die Preisgarantie der Bundesregierung versprach recht gute Rendite, Solaranlagen waren beliebter denn je.
Doch nun sind die Aussichten für Solaranlagen alles anders als sonnig. Erst vor ein paar Tagen strich die KfW-Bank Fördermittel für verschiedene Programme, die den Bau von Energiesparmaßnahmen mit günstigen Krediten förderten. Der Supergau schlechthin sind aber wohl vor allem die längeren Laufzeiten der Atommeiler. Die Marktaussichten für 2011 sind unsicher und von starken Zweifeln geprägt. Und das drückt kräftig auf die Launenanzeige. Die Entwicklung der Solar-Zertifikate wird stark gebremst, die Nachfrage sinkt. Die Börsenkurse der Firmen, die Solaranlagen produzieren, fallen.
Hinzu kommt die immer stärker werdende ausländische Konkurrenz, die Preise fallen, im Ausland produzierte Solaranlagen sind oftmals deutlich günstiger. Die Lust der deutschen Verbraucher, Solaranlagen auf ihren Dächern zu installieren, sinkt zunehmend. Nachdem die staatlichen Fördermittel drastisch gekürzt oder gestrichen wurden, überlegen sich viele Hausbesitzer die Anschaffung dreimal und verzichten mitunter, um herkömmlichen Strom zu nutzen. Für die Zukunft wird die Atompolitik ausschlaggebend für den Fortgang der Solarzellen sein. Da die Prognosen aber bis jetzt sehr unsicher sind, ist ein weiterer Rückgang der Umsatzzahlen und Aktienkurse zu erwarten.
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