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Regierung treibt Strompreise in die Höhe

25. Februar 2011:

Die ewige Schuldfrage nach den hohen Strompreisen zieht weitere Kreise. Dieses Mal äußerte sich RWE-Chef Großmann und schob der Bundesregierung die Schuld zu. Frei nach dem Motto „irgendeiner muss ja schuld sein“, ist es eben dieses Mal die Regierung; von Schuld seitens der Stromkonzerne selbst will man nicht sprechen. Großmann verteidigte die verlängerten Atomlaufzeiten, immerhin würden mit dieser Maßnahme weitere Strompreiserhöhungen umgangen. Die schlechte Förderungspolitik bezüglich der erneuerbaren Energien sei eindeutig Schuld an den teuren Strompreisen, so Großmann. 70% der Stromkosten kassiere der Staat mit allen möglichen Abgaben, die die Stromkonzerne zu zahlen haben, lediglich 30% des Strompreises setze sich zusammen aus einem fairen Wettbewerbsangebot. Neben der schlecht durchdachten Förderung erneuerbarer Energien sei auch der Ausbau weiterer Netze für Ökostrom ein Projekt, welches sich kaum realisieren ließe. Zumindest nicht in der Form wie man es derzeit plant. Großmann verglich den Netzausbau mit dem Ausbau der deutschen Autobahnen, wenn diese sehr schnell alle plözlich in 16spurige Autobahnen umgebaut werden sollten. Diese große Herausforderung werde in einem viel zu langsamen Tempo angegangen. Die RWE selbst suche immer noch nach geeigneten Partnern, diese Aussage allerdings klingt wenig glaubwürdig, war die RWE doch maßgeblich an der Verlängerung der Atomlaufzeiten beteiligt und fährt einen Großteil seiner Gewinne über Atomstrom ein.
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