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Ausstieg aus der Atomenergie doch zu Lasten der Stromkunden
12. Mai 2011:
Der Ausstieg aus der Atomenergie bleibt ein brandaktuelles Thema, nicht nur wegen des Umweltaspekts, sonder auch weil der Verbraucher gerne wissen möchte, ob der Strom noch teurer wird. Würde der Atomausstieg bis 2017 vollzogen sein, würden die monatlichen Stromkosten um rund 10 Euro monatlich steigen. Laut einer Studie, die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Auftrag gegeben hat, werden die Stromtarife bis 2020 auf 27,6 Cent pro Kilowattstunden steigen, sollte der Atomausstieg frühzeitig erfolgen. Das wäre ein Preisanstieg von 18% innerhalb von gerade einmal 9 Jahren. Selbst bei einem späteren Atomausstieg würden die Stromkosten steigen, nicht in diesem Ausmaß, aber dennoch spürbar für den Verbraucher. Auch wenn der Atomausstieg nicht zu einem früheren Zeitpunkt durchgesetzt wird, muss der Verbraucher für den Ausbau der Stromnetze und der Förderung erneuerbarer Energien bezahlen. Die Deutschen scheinen es relativ gelassen zu sehen. Wie aus einer Umfrage des „Stern“ hervorging, würde die Mehrheit der Befragten bis zu 10 Euro monatlich mehr bezahlen, wenn der Atomausstieg damit deutlich schneller umgesetzt werden würde. Im Gegensatz zu den sonstigen Begründungen der Strompreiserhöhungen, die für den Verbraucher meist weniger plausibel klingen, ist der Atomausstieg eine Begründung, die es den Deutschen wert wäre, dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Die aktuellen Ereignisse in Japan und die immer noch nicht absehbaren Folgen haben auch in Deutschland ihre Spuren hinterlassen.
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