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Aktuelle Strompreiserhöhungen sind nicht gerechtfertigt

04. Januar 2011:

Seit Montag werden die aktuellen Strompreiserhöhungen in den Medien wieder heiß diskutiert. Deutschlandweit heben rund 500 Stromanbieter die Preise zum neuen Jahr an. Verbraucherschützer, Medien und die Bundesregierung kritisieren wieder einmal und halten die aktuellen Erhöhungen für nicht gerechtfertigt.

Der Kunde hat nach Erhalt seiner Strompreiserhöhung innerhalb von sechs Wochen das Recht, von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen, doch immer noch nehmen viel zu wenige Verbraucher dieses Recht in Anspruch. Diesen Umstand kritisiert nun auch die Regierung und ruft erneut auf, das Recht zu nutzen und mit dem Handeln des Verbrauchers die Stromanbieter unter Druck zu setzen. Auch die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner rief zu einem Stromanbieterwechsel auf.

Insgesamt gibt es knapp 900 Stromanbieter in Deutschland, rund 400 Anbieter halten ihre Preise stabil und erhöhen diese nicht zum neuen Jahr. Für den Verbraucher bliebe also noch genügend Auswahl, sich einen neuen Stromanbieter zu suchen. Außerdem forderte die Ministerin die Konzerne zu einer transparenten Preispolitik auf. All diese Forderungen sind nicht neu, werden aber, zum Leidwesen des Verbrauchers, nicht umgesetzt. Statt einen stärkeren Druck seitens der Regierung auf die Konzerne auszuüben, muss der Verbraucher seine Stromrechnung selbst in die Hand nehmen. Also sind wir Verbraucher selber schuld, wenn wir nicht wechseln, und so ändern sich auch die Preise nicht. So einfach kann man es sich auch machen. Mit den Strompreiserhöhungen im neuen Jahr sollen die Stromkonzerne rund 2 Milliarden Euro Mehreinnahmen generieren können, eine Summe, die in keinem Verhältnis zur EEG-Umlage steht. Seit dem Jahr 2008 sind die Strombeschaffungskosten um 30-40 Prozent gefallen und dennoch zahlt der Verbraucher immer mehr und mehr. Die vier größten Energieversorger haben 2010 einen Jahresgewinn von satten 30 Milliarden Euro eingefahren. Bei der Gegenüberstellung dieser Zahlen kann der Verbraucher nur noch mit einem wütenden Kopfschütteln zurückbleiben. Sicher ist jetzt schon, an der Preispolitik wird sich auch 2011 nichts ändern.

Tipp der Redaktion: Nutzen Sie ihr Recht auf einen Stromanbieterwechsel. In den meisten Fällen übernimmt der neue Stromanbieter die Kündigung und damit sämtliche Formulare. Unser Stromtarifrechner vergleicht für Sie schnell und einfach günstige Stromtarife in ihrer Region.
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