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Wechsel zu Ökostromtarife wirklich sinnvoll?
26. Januar 2011:
Immer wieder kann man in den Nachrichten und Onlinenews lesen, dass der Verbraucher doch am besten zu einem Ökostromanbieter wechseln sollte, um so den Atomausstieg zu fördern und weniger Atomstrom produzieren zu lassen. Empfehlenswerte Ökostromanbieter sind zum Beispiel LichtBlick aus Hamburg, das Ökostromangebot von Tchibo mit 100% Strom aus Wasserkraft in Norwegen, Naturstrom oder Greenpeace Energy. Hat man sich für einen Vertrag mit einem Ökostromanbieter entschlossen und beantragt den Wechsel online, muss man sich um nichts mehr kümmern, in der Regel übernimmt der neue Anbieter die kompletten Formalitäten. Außerdem hat der Kunde die Möglichkeit, innerhalb von vier Wochen nach Erhalt seiner Preiserhöhung den Anbieter zu wechseln, ohne dass er sich an seine Mindestvertragslaufzeit halten muss.
Doch ändert sich an der Menge des produzierten Atomstroms tatsächlich etwas, wenn Kunden vermehrt Ökostrom in Anspruch nehmen? Fakt ist sicherlich, dass die Umweltbelastung sinkt und sich jeder Einzelne für sauberen Strom entscheiden sollte. Doch tatsächlich wird kein einziges Kraftwerk abgeschaltet, wenn mehr Kunden Ökostrom nutzen würden. Dazu müsste die Prozentzahl der Verbraucher schon mindestens auf 40% deutschlandweit steigen; das tut sie aber nicht, denn immer noch entscheiden sich zu wenige Verbraucher für sauberen Strom. Vermutlich würde sich aber auch dann nichts ändern, außer dass die zu zahlende EEG-Umlage noch teurer werden würde. Fakt ist, das gesamte Konzept seitens der Regierung ist falsch aufgestellt. Mehr Ökostrom treibt die Kosten der Umlage noch weiter in die Höhe, mehr Ökostrom bedeutet aber nicht, dass Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Mehr Ökostrom bedeutet aber dennoch für jeden Einzelnen ein besseres Gewissen, da er die Natur zumindest nicht selbst mit Atomstrom belastet.
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